04 Aug 2020

Tarifvertrag bayern einzelhandel

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Die IAB-Zahlen enthalten auch Angaben zum Anteil der Arbeitsplätze sowie zum Anteil der Beschäftigten, der durch Tarifverträge abgedeckt ist. Diese zeigen, dass 25 % der Arbeitsplätze durch Vereinbarungen auf Industrieebene und 2 % durch Betriebsvereinbarungen abgedeckt sind. Diese Zahlen sind niedriger als die der Arbeitnehmer, da größere Arbeitsplätze eher von Tarifverhandlungen erfasst werden als kleinere. In Westdeutschland sind nur 22 % der Arbeitsplätze mit bis zu neun Beschäftigten tarifvertraglich erfasst, entweder in der Industrie oder auf Unternehmensebene, verglichen mit 80 % der Arbeitsplätze mit 500 oder mehr Beschäftigten. Die Parallelwerte für Ostdeutschland liegen bei 13 % (bis zu neun Beschäftigten) und 76 % (500 und mehr). Beide Zahlensätze zeigen die großen Unterschiede zwischen den Branchen im Umfang der Tarifbindung. Die öffentliche Verwaltung hat den höchsten Anteil an Tarifbeschäftigten (98 % auf der Grundlage der IAB-Zahlen und 99 % auf der Grundlage der Einkommensstruktur), während Information und Kommunikation den niedrigsten (20 % auf beiden Zahlensätzen) aufweisen. Im verarbeitenden Gewerbe, einem Schlüsselbereich der deutschen Gewerkschaften, liegt die Tarifbindung zwischen diesen beiden Extremen: 56 % der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe sind Gegenstand von Tarifverhandlungen über die IAB-Zahlen und 43 % der Einkommensstruktur. Die Tarifverträge im öffentlichen Dienst sehen vor, dass seit dem 1. Januar 2007 ein leistungsabhängiges VPS umgesetzt werden muss. Am Ende soll das Volumen der VPS 8% der Lohnsumme betragen.

Branchenvereinbarungen werden in der Regel auf regionaler und nicht auf nationaler Ebene ausgehandelt. Infolgedessen gibt es geringfügige Unterschiede zwischen den Regionen. Die Hauptelemente der Abkommen, insbesondere die Höhe der Lohnerhöhung, werden jedoch in der Regel in allen Regionen gleich sein. Die größte Ausnahme bildet die ehemalige DDR, wo die ausgehandelten Löhne und/oder Bedingungen in einigen Branchen immer noch schlechter sind als in der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland, obwohl sich die Lücke im Laufe der Zeit geschlossen hat. Die Lohnspezialisten des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialinstituts (WSI), das die Entwicklungen regelmäßig beobachtet, schätzen, dass Ende 2017 das durchschnittliche Niveau der ausgehandelten Tarife im Osten 97,5 % der im Westen lag. Obwohl es einige Branchen gab, wie das Bankwesen oder den Druck, in denen es keinen Unterschied gab, gab es andere, in denen der Unterschied immer noch beträchtlich war. Ein Beispiel hierfür sind die Vereinbarungen für Hotels und Gaststätten, bei denen der Hauptsatz in der Vereinbarung für Sachsen (Ost) nur 77,7 % des entsprechenden Satzes in der Vereinbarung für Bayern (West) betrug. [3] Die Vereinbarung besteht zwischen PAM für die Arbeitnehmer und dem finnischen Handelsverband für die Arbeitgeber.

Tarifverhandlungen auf Branchenebene zwischen einzelnen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden sind nach wie vor die wichtigsten Mechanismen zur Festlegung von Löhnen und Bedingungen in Deutschland. Das System steht jedoch unter Druck, da die Arbeitgeber austreten oder niemals den Arbeitgeberorganisationen beitreten, und die Vereinbarungen selbst eine größere Flexibilität auf Unternehmensebene ermöglichen. Der kommerzielle Tarifvertrag gilt für Unternehmen, die im Einzelhandel, Großhandel, Agenturtätigkeiten, Kioskhandel, Tankstellenaktivitäten, Einzelhandels- und Supportaktivitäten oder maschinenvermietet sind.

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